Die Präsidenten sind weg, die Bürger aber bleiben

Die Spannung auf den G-20-Gipfel wurde auch vom Senat in die Höhe getrieben.

Die Berichte über die Vorbereitungen und besonders die Unzahl von Verwaltungsgerichtsurteilen waren kaum noch zu ertragen. Die Chaoten waren erwartet worden. Sie spielten im Sicherheitskonzept eine wichtige Rolle.

Aber die Sicherheit ist untergegangen. Gottseidank nicht für die Gäste aber für die Bürger. Keine Attentate aber viel Zerstörung und Verletzungen. Auf beiden Seiten der Beteiligten, aber auch bei vielen Unbeteiligten. Ob stundenlange Straßensperren, Diensteinstellung beim öffentlichen Nahverkehr oder Zerstörungen in Altona,  der Schanze, in Ottensen, Flottbek und Blankenese.

Dazu Lorenz Flemming, Fraktionsvorsitzender der FDP in der Bezirksversammlung Altona:

„Das gerade Altona getroffen wurde, konnte nicht wirklich überraschen, wenn man das Sicherheitskonzept kannte. Altona mit seinen Stadtteilen lag außerhalb der Betrachtung der Polizei und der Innenbehörde. Vielleicht würde ja eine Delegation im Wasserturm in der Schanze wohnen, dann ja dann… Aber dahinter lag nur sicheres Gebiet. Denkste, Herr Grote!

Es kam anders. Die Marodeure nahmen sich die „reichen“ Viertel gründlich vor. Aber die Bürger in Altona-Altstadt und Ottensen sind ebenso erschüttert. Von Polizei und Feuerwehr war nichts zu sehen. Wie es heißt mussten sie die Delegationen schützen. Mit mindestens 18.000 Mann. Aber das war das Sicherheitskonzept, das sich ausschließlich auf die Gäste und die Schwarzen Blöcke konzentrierte. Die Hamburger war höchstens Störfaktoren, die man hin und her schieben konnte. So geht das nicht Herr Scholz und auch nicht Herr Grote. Das Vertrauen in die gesamte politische Führung steht auf dem Spiel.