Die Wahl ist gelaufen. Altona hat eine Bezirksamtsleiterin

Nach langem Auswahlprocedere ging es auf einmal sehr schnell. Das klare Ziel, wenn auch durch diverse Beschlüsse verdeckt, war für SPD und Grüne eine Bezirksamtsleitung zu installieren, die SPD im Kopf und im Herzen hat. Das ist nun, vorbei an allen Proklamationen und ohne die zugesagte Transparenz, gelungen. Zur Wahl von Dr. Melzer sagt der Fraktionsvorsitzende Lorenz Flemming:

Blut ist eben dicker als Wasser, wenn es um Posten geht. Der offene Bewerbungsprozess ging aus, wie er mußte. Die Grünen haben sich etwas geziert, aber am Ende wurde an allen hehren Zielen vorbei der SPD die Treue gehalten. Was dafür rüber gereicht wird, wird die Öffentlichkeit in den nächsten Monaten sehen.

Unverständlich ist die öffentliche Position der CDU bei der Wahl. Sie lehnte die beiden Kandidaten ab. Oder lehnte sie sogar die Wahl zum jetzigen Zeitpunkt ab? Die Begründung, es habe keine unabhängige Kandidatur gegeben, kann ja nicht verfangen. Zum einen hätte die CDU einen entsprechenden Vorschlag machen können, zum anderen stand sie der Kandidatur von Anette Indetzki bis kurz vor Schluß nicht ablehnend gegenüber. Da kann man nur den Kopf schütteln bei einem so verquasten Demokratieverständnis.

Die FDP dankt Frau Indetzki für ihre Bereitschaft sich für Altona einzusetzen. Wir wünschen der neuen Amtsleiterin viel Erfolg für das Bezirksamt und für die Bürger in Altona. Wir werden wie bisher konstruktiv die Arbeit des unter dem schweren Diktat von Senat und Bürgerschaft leidenden Bezirks begleiten.