FDP Fraktion Altona: Tempo 30 – ohne die Bürger geht es nicht
Meldung von: FDP Bezirksfraktion Altona
14.07.2008 -
In mehreren Sitzungen hat sich der Verkehrsausschuss der BV Altona mit dem Anliegen verschiedener Bürger beschäftigt in dem noch ungebremsten Teilstück der Bernadottestraße Tempo 30 einzurichten. Die unterschiedlichen Folgen und Planungsaspekte wurden dabei diskutiert und verschiedene Prüfungsaufträge wurden formuliert. Ein willkürlicher Antrag der Linken, auf die weiteren Prüfungen zu verzichten, fand nur die Unterstützung der SPD Fraktion und konnte von den anderen Fraktionen nur abgelehnt werden. Die Überlegungen sind damit nicht zu Ende.
Ebenfalls in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses wurden Eingaben von Bürgern behandelt, die sich mit dem Verhalten der Altonaer Bürger in bereits bestehenden 30 km/h Beschränkungen, nämlich in der Kornprinzenstraße und im Willhöden, beschäftigen. Viele Bürger halten sich nicht an die Geschwindigkeitsregelung mit entsprechender Gefährdung der schwächeren Verkehrsteilnehmer.
Dazu Lorenz Flemming, der verkehrspolitische Sprecher der FDP Fraktion Altona: „Wenn die Bereitschaft zur Rücksichtnahme nicht vorhanden ist, nützen die Regelungen, die Politik und Verwaltung bereitstellen können, wenig. Es sind letztlich dieselben Menschen, die vor ihrer Haustür Rücksicht erwarten und vor der Haustür anderer gerade diese Rücksicht vermissen lassen. Wer Tempo 30 in der Bernadottestraße fordert, fährt „gelegentlich“ Tempo 50 in der Kronprinzenstraße.
Zur Rücksichtnahme gehört ebenso, dass man nicht mal eben auf dem Zebrastreifen hält, um sein Kind zur Schule zu bringen, oder mit dem Fahrrad auf dem Bürgersteig durch die Waitzstraße prescht. Die Rücksichtnahme gehört in Köpfe und Herzen der Menschen. Der Politik sind in der Praxis sehr enge Grenzen gesetzt, wenn es um Regelungen geht, die von den Bürgern insgesamt nicht akzeptiert werden.“