Deckel und Kleingärten sind kein Zweiklang
Meldung von: FDP Bezirksfraktion Altona
11.11.2008 -
Seit über 15 Jahren heißt es: Der Deckel über die A 7 in Altona wird durch den Verkauf von Kleingartenland finanziert. Die ursprüngliche Idee, dass der Deckel den Deckel finanziert ist aus dem Blickfeld der Gegner und Unterstützer des Deckels längst verschwunden.
Zum Thema:
Durch die große Lösung des Deckels auf dem Gebiet Altonas entstehen zusätzliche 22 Hektar nutzbare Fläche. Davon liegt die Hälfte im Böschungsbereich und die andere Hälfte auf dem Bauwerk, das dann die A 7 überspannt. Dieser Landgewinn ist entsprechend den heutigen konstruktiven Möglichkeiten direkt als Baugrund zu nutzen. Eine Verlagerung und Umnutzung anderer Flächen, wie Sporteinrichtungen oder Kleingärten, wäre nur notwendig falls sich daraus zusätzliche Vorteile ergeben.
Dazu Lorenz Flemming, der Vorsitzende der FDP Fraktion Altona: „Es erstaunt, wie wenig Bereitschaft besteht, eine zwanzig Jahre alte Idee an die heutigen Möglichkeiten anzupassen. Einmal Kleingärten – immer Kleingärten?! Längst wurden in Europa entsprechende Autobahndeckel mit integrierten Wohnbebauungen realisiert. Und die Sicherheitsbelange wurden aufgenommen und berücksichtigt! Durch einen bebauten Deckel liessen sich nicht nur erhebliche Baukosten einsparen. Gerade in Othmarschen und Bahrenfeld würde eine Wohnbebauung auf dem Deckel die umliegende Infrastruktur, Schulen, Kindertagesstätten und öffentlicher Nahverkehr hervorragend nutzen.
Die Planer der BSU sollten einmal über den Tellerrand schauen und die Schere in ihrem Kopf vergessen!“