Hamburg plant – wo bleibt die Phantasie?

Meldung von: FDP Bezirksfraktion Altona

03.03.2009 - 

Es gäbe so viele andere Möglichkeiten Stadtplanung und -entwicklung in Altona zu betreiben. Aber der grünen Senatorin Anja Hajduk fällt immer nur das eine ein. Seit zwanzig Jahren sind der Deckel und die Ottensener Kleingarten ein Synonym in Hamburg. Inzwischen haben andere Gemeinden (München, Madrid und sogar das kleine Altenberg in der Schweiz) gezeigt, wie es auch geht. Deckelnutzung und Stadtentwicklung in einem. Keine Schlange von Kleingärten, die sich durch die Mitte von Bahrenfeld zieht.

Dass der Senat mal wieder ein Projekt an sich zieht, ist ja schon Routine. Gewarnt sein müssen die Hamburger aber bei den Ausführungen der Senatorin, dass sich bei den erwarteten Projektkosten von 167 Mio. Euro um „erste Schätzungen“ der DEGES handelt. Die U-Bahn in die Hafencity oder die Elbphilharmonie lassen grüßen. Eine Verdoppelung des Hamburganteils sind immer drin. Aber es gibt ja noch mehr Kleingärten.

Zu dem Ausbremsen der Altonaer Bürger durch die Evokation des Senats sagt Lorenz Flemming, der Fraktionsvorsitzende der FDP Fraktion in Altona:

„Im Ziel, den Deckel zu realisieren, sind wir einig. Die mit großem Trara vor einem guten Jahr in den Bezirk gelegte Verantwortung für die Bauplanung wird aber kurzer Hand wieder zurückgenommen. Mit der angekündigten „engen Abstimmung“ zwischen Senat und Bezirk haben wir so unsere Erfahrungen.

Dass gerade eine GAL-Senatorin als Begründung für Evokation ein erfolgreiches Bürgerbegehren anführt, sollte doch alle Bürger, die für Bürgerbeteiligung in Hamburg sind, nachdenklich machen.“