Vielfalt statt Monotonie – war die GAL nicht einmal eine bunte Partei?
Meldung von: FDP Bezirksfraktion Altona
11.03.2009 -
Nun haben die Kleingärtner in Ottensen, Othmarschen und Bahrenfeld beschlossen, dass im Frühling die Gärten wichtiger sind als die Sisyphus-Arbeit der Kommunalpolitik in Hamburg. Verständlich ist es, aber auch zu bedauern! Damit fällt ein Mitstreiter weg, bei dem Bemühen um eine offene und phantasiereiche Stadtplanung.
Durchgesetzt haben sich die „Flottmacher“ aus der Planungsbehörde, denen es um den sicheren Profit bei der Verwertung von Grundstücken geht, die Hamburg gehören. Ob diese Spekulation am Ende aufgeht, werden wir sehen. Notfalls zahlt der Hamburger Steuerzahler ja die fehlenden Euros.
Dazu Lorenz Flemming, der Vorsitzende der FDP Fraktion in Altona:
„Wir kämpfen seit mehr als zwanzig Jahren für den Deckel und die Reparatur Ortsmitte von Bahrenfeld und Teilen von Othmarschen. Wir begrüßen daher, dass Hamburg es endlich packt. Zwei Punkte in dem Vorgang sind aber bedauerlich:
- Nicht die Stadtplanung steht im Vordergrund, sondern die ökonomischen Belange der Stadt. Dabei gäbe es viele andere Möglichkeiten den Deckelanteil Hamburgs zu finanzieren. Die grüne Lunge Ottensens wird platt gemacht. Dafür entsteht ein monotones grünes Band von mehr als zwei Kilometer Länge mitten in einem bestens entwickelten, städtischen Umfeld.
- Der Hamburg Senat hat mehr gezeigt, was er von der Verantwortung der Bezirke hält. Die Evokation des Planungsrechts wurde beschlossen, bevor der Bezirk Altona die Möglichkeit hatte, mit seinen Bürgern zu einem vernünftigen Verfahren zu kommen. Mit Föderalismus hat das nichts zu tun!