Die gute Arbeit der freien Bildungsträger in Altona weiter sichern

Meldung von: FDP Bezirksfraktion Altona

29.09.2009 - 

Entgegen der Forderung von SPD und FDP in der Bezirksversammlung vom März 2009, die BV rechtzeitig in die Schul-Standortplanung einzubinden, wurde das Thema erst im September 2009 in der gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- und des Kulturausschusses zur Diskussion gestellt, mit dem Ziel, eine gemeinsame Entschlussempfehlung für die BV zu erstellen.

Ohne hinreichende Möglichkeit dieses Thema in den Fraktionen und mit den betroffenen
Beteiligten zu diskutieren, sollten im Eilverfahren gravierende Entscheidungen getroffen werden. Dieses Vorgehen erscheint den antragstellenden Fraktionen kritikwürdig, es stellt sich die Frage, ob eine breite Diskussion, in der auch grundsätzliche Kritik an den Plänen der BSB in großer Öffentlichkeit artikuliert werden könnte, vermieden werden sollte.
Die von der BSB anvisierten „ Bildungslandschaften“ sind ein – weiteres – Reformprogramm, das die Kommunalpolitik betrifft. Umstrukturierungen im Bereich Hortbetreuung und Kita betreffen die freien Träger der Jugendhilfe essentiell. Soweit die Planungen der BSB bekannt sind, beinhalten diese Pläne für Eltern und freie Träger keineswegs nur Vorteile

Vor diesem Hintergrund fordern wir die Behörde für Schule und Berufsbildung auf:
 

  • dafür Sorge zu tragen, dass die Bezirksversammlung frühzeitig und umfassend in die weiteren Planungen einbezogen wird die Chancengleicheit der freien Träger im weiteren Verfahren zu wahren
  • das Auswahlverfahren für Anbieter im Bereich Kita / Hort so zu modifizieren, dass die Angebotsvielfalt erhalten bleibt und Eltern weiterhin eine Auswahl bezogen auf Wertorientierung, inhaltliche Zielsetzungen, methodische Ansätze und Arbeitsformen haben
  • einer „ Verschulung“ von außerschulischer Bildung entgegenzuwirken – nicht zuletzt, weil gerade in diesem Bereich die freien Träger in Altona gute Arbeit leisten