Nicos Farm am Holstenkamp

Schon wieder eine Hausbesetzung in Altona

Meldung von: FDP Bezirksfraktion Altona

14.12.2009 - 

Nicht nur die Angehörige extremer Gruppen suchen inzwischen ihr Heil in Hausbesetzungen. Nun haben sich die Aktiven von „Nicos Farm“ einer Initiative, die Wohnungen für Familien mit behinderten Kindern und junge Behinderte schaffen wollen zur Besetzung eines leer stehenden Hauses am Holstenkamp entschlossen. Seit vielen Monaten sucht die Initiative, die überwiegend aus Eltern von behinderten Kindern besteht, darum bemüht, für ihr Vorhaben gemeinsames Wohnen in ländlicher Umgebung unter dem Namen Nicos Farm Unterstützung bei den Hamburger Behörden zu finden.

Wie schon in anderen Fällen gehen solche Ideen im Bermudadreieck zwischen Sozialbehörde, Finanzbehörde und Bezirksamt unter. Das geäußerte Verständnis ist ebenso groß, wie die mangelnde Zuständigkeit. Die Antragsteller werden von einem zum anderen geschickt. Wilde ungesetzliche Aktionen scheinen der einzige Ausweg. Die Strecke vom Gängeviertel über das Frappant-Gebäude wird noch einmal verlängert. Bürger werden zu Besetzern.

Dazu Dr. Ursula Augener, sozialpolitische Sprecherin der FDP Fraktion in Altona: „Mir ist völlig unverständlich, dass die Hamburger Verwaltung immer wieder Projekte, die offensichtlich hilfreich sind, auf die lange Bank schiebt. Natürlich kann nicht jedem Bürger geholfen werden. Aber das darf doch nicht daran hindern, die Antragsteller ernst zu nehmen. Auch die vielen Versuche der FDP Fraktion Nicos Farm zu unterstützen, rannten gegen gläserne Wände. Echte Hilfe sieht jedenfalls anders aus.

Es fällt gerade mir Vertreterin der FDP schwer, nicht-rechtstaatliches Handeln gut zu heißen. Aber mein Verständnis für diese Aktion kann ich nicht verhehlen. Zu oft zeigt die Verwaltung in Hamburg, dass man erst handelt, wenn öffentlicher Druck gemacht wird. Wir wünschen Nicos Farm jedenfalls viel Erfolg auch auf dem eingeschlagenen Weg.“