Die Leidensfähigkeit der Menschen im Hamburger Westen nicht weiter austesten!

Hamburg will aus der Kohle aussteigen, will Vorreiter in der Wärmewende werden.
Mit dem Rückkauf des Fernwärmenetzes von Vattenfall und dem Abschalten des Kohlekraftwerks Moorburg soll zukünftig ein Mix aus klimafreundlichen Energiequellen zum Einsatz kommen. Diese fallen südlich der Elbe durch Abwärme der Schwerindustrie, der Müllverbrennungsanlage Rugendamm und durch Abwasserwärme des Klärwerks auf der Dradenau ohnehin an. Wirtschaftlich und ökologisch macht das Sinn.
Leider wurde eine alternative Trassenführung zur sogenannten Südtrasse, die Nordvariante, vorschnell verworfen und die Gründe dafür nicht transparent kommuniziert.
Das Misstrauen in der Bevölkerung wächst und eine schlagkräftige Bürgerinitiative, die sich notfalls mithilfe eines Klagefonds zu Wehr setzten wird, hat sich formiert. Die FDP Fraktion Altona bedauert, dass eine konsequente Prüfung dieser Option und die vollständige Veröffentlichung der Ergebnisse nicht stattgefunden hat!

Katarina Blume, Vorsitzende der FDP-Fraktion Altona:

„Die FDP Fraktion Altona stellt in ihrem Antrag, gemeinsam mit der CDU, drei Forderungen:

  1. Die Belastungen für die betroffenen Anwohner sollen möglichst geringgehalten werden. Deshalb muss die Machbarkeit eines unterirdischen Rohrvortriebs geprüft werden. Die Interessen der Bürger sollten Vorrang vor Bedenken gegenüber eventuellen Mehrkosten haben!
  2. Ein Mehrschichtbetrieb soll die Bauzeit möglichst kurz zu halten.
  3. Die Erstellung eines detaillierten Konzeptes zur Koordination aller geplanten Großbaumaßnahmen in den Jahren 2020-2025. In diesem Zeitraum werden die Bürger im Hamburger Westen zusätzlich durch zeitlich parallel geplante Maßnahmen, wie A7 Deckelbebauung, Veloroute 1 und die Instandsetzung der Elbchaussee belastet.

Ich fordere die Planer dringend auf, diesmal genau hinzuschauen, Chaos und übermäßige Belastungen für die Bürger zu vermeiden!“

Lesen Sie Hier den gemeinsamen Antrag von FDP und CDU:
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