Integration durch Vereinssport – ukrainische Kids in die Clubs!

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind in Hamburg mehr als 530 ukrainische Kinder (Zahl bei Redaktionsschluss). Sie haben eine gefährliche Flucht hinter sich. Viele sind nachhaltig traumatisiert.

Es ist leicht nachzuvollziehen: Die geflüchteten Kinder und Jugendlichen sind besonders schutzbedürftig. Viele kommen sogar allein in unser für sie fremdes Land. Sie sprechen kein Deutsch. Die Kultur ist ihnen fremd.

In dieser Situation bietet sich das Hamburger Programm „Kids in die Clubs“ als Hilfestellung an. Schon jetzt eröffnet es etlichen Hamburger Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien den Zugang zum Vereinssport.

Ich habe mich in der Bezirksversammlung Altona erfolgreich dafür eingesetzt, dass auch ukrainische Kinder, deren Familien noch keine Unterstützung laut der Sozialgesetzgebung haben, dieses Programm in Anspruch nehmen können. Und zwar schnell und unbürokratisch.

Im Vordergrund des Programms „Kinds in die Clubs“ stehen diverse Sport und Bewegungsangebote. Die Interaktion mit Gleichaltrigen hilft den jungen Ukrainern die Schrecken der Flucht besser zu bewältigen. Gemeinschaft im Verein wirkt gegen Vereinzelung. Sie nimmt das Gefühl des Fremdseins, führt zu Freundschaften und fördert damit die Integration in die neue Umgebung.

Hinzu kommt, dass die Eltern, zumeist die Mütter, in der Zeit, in der die Kinder im Verein trainieren, ein wenig Zeit für sich selbst haben. Ich freue mich, dass es uns als FDP-Fraktion im Zusammenspiel mit den anderen Parteien gelungen ist, etwas Sinnvolles für die Kleinen und Jugendlichen unter den ukrainischen Mitbürgern zu tun.

Katarina Blume, FDP-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksversammlung Altona und Vorsitzende des bezirklichen Sozialausschusses.