„Ottensen macht Platz“ – das Märchen von der Vitalisierung

Kleine Anfrage der FDP-Fraktion

Per Beschluss der Bezirksversammlung wurde das Projekt „Ottensen macht Platz“ Anfang September 2019 mit dem Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern den Straßenraum zurückzugeben und damit für eine Vitalisierung des Quartiers zu sorgen, als Versuch gestartet. Die Bilder der Eröffnungsveranstaltungen ließen zunächst glauben, dass genau diese Belebung auch glücken würde: Das beliebte, lebendige Quartier schwelgte in Anfangseuphorie. Aber schon wenige Wochen danach sieht die Welt in Ottensen ganz anders aus. Immer häufiger erscheinen Straßen und Geschäfte verwaist. Die Belebung kommt scheinbar ins Stocken. Einzelne Gewerbetreibende klagen bereits über Umsatzeinbußen. Der Eindruck entsteht, dass das Projekt dem betroffenen Gebiet Aktivität und Leben entzieht, anstatt ihm Neues einzuhauchen. Die Luft für die ansässigen Gewerbetreibenden wird knapp. Ohne gegensteuernde Konzepte geraten alteingesessene Geschäfte in wirtschaftliche Schieflage und drohen das Quartier zu verlassen. Es folgt Leerstand und durch Mietsteigerungen Ansiedlung von Partymeilengastronomie – kurz: Gentrifizierung im hässlichsten Gewand.
Während auf der Projektseite des Bezirksamts ottensenmachtplatz.de noch von „Neuverteilung des Straßenraums“ die Rede ist und vollmundig Veranstaltungen im Straßenraum, von Stadtteilyoga über Skulpturenmeile, Boule Bahn, Sonntagstafel oder „wandernden Bäumen“ etc. die Rede ist, findet faktisch wenig statt. Auf der Homepage von OMP findet sich dazu nichts. Es wird nur nach Ideen gefragt. Ein Drittel der Projektzeit ist bereits verstrichen und von Vitalisierung keine Spur!

Lesen Sie hier die beantwortete Kleine Anfrage: /wp-content/uploads/2019/11/21-A0401-Ottensen-macht-Platz-das-Märchen-von-der-Vitalisierung_beantwortet.pdf