Spukhaft geistert der Begriff „Fernwärmetrasse“ seit Monaten durch die Köpfe der Othmarscher und Flottbeker Bürger.

Wird die sogenannte „Südvariante“ nach den Plänen der Umweltbehörde umgesetzt, kommen auf Anwohner, Gewerbetreibende und Betriebe im Hamburger Westen erneut jahrelange Einschränkungen zu. Und das kurz nach dem nervenaufreibenden Umbau der Waitzstraße und den Umbaumaßnahmen auf der Reventlowstraße. Zeitgleich sind weitere infrastrukturelle Großbauprojekte im direkten Umfeld geplant. Hier sei nur die Überdeckelung der A7 im Bereich Bahrenfeld/ Othmarschen, der Neubau des AK Altona oder die Grundinstandsetzung der Elbchaussee genannt.

Besonders betroffen von der geplanten Trassenführung werden neben den Anwohnern und Hunderten Schülern, die morgens mit dem Fahrrad zur Schule fahren, eine Vielzahl von Einzelhändlern und Geschäftsleuten. Im Umkreis der projektierten Fernwärmetrasse befinden sich über einhundert Geschäfte, Betriebe, Kleinunternehmer, Praxen und Kitas.

Die beabsichtigte Fällung von mehr als 40 Straßenbäumen im Zuge der Baumaßnahmen wurde bereits von der zuständigen Behörde genehmigt. Dazu zählen auch Eichen und Kastanien mit einem Lebensalter von 80 Jahren und mehr. Durch umfangreiche und langfristige Bauarbeiten muss mit einer Beschädigung des Wurzelwerks und somit dem Absterben weiterer Bäume gerechnet werden. Betroffene befürchten zu Recht eine Veränderung des Charakters der Ortsteile und des Stadtteilbildes.

Dazu Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende FDP-Fraktion Altona:
„Ich fordere Senator Kerstan auf, endlich eine Gegenüberstellung der Planvarianten in allgemein verständlicher Sprache erstellen zu lassen und sie zur Verfügung zu stellen. Nur so wird interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine unabhängige Meinungsbildung bezüglich der Varianten ermöglicht.

Es kann einen doch nicht ernsthaft verwundern, dass mündige Bürger ob der Notwendigkeit und der Sinnhaftigkeit der Verlegung der Fernwärmetrasse, quer durch mehrere gewachsene Stadtteile, Transparenz bei den Planungsentscheidungen einfordern.

Wenn politische Entscheidungen nicht nachvollziehbar sind, wenn Bürgern keine Möglichkeit gegeben wird, sich neutral und umfassend zu informieren, dürfen Entscheidungsträger sich nicht über mangelnde Akzeptanz wundern.

Der hinter vorgehaltener Hand geäußerte Vorwurf es handle sich um Partikularinteressen ist unangemessen.
Die Anliegen und Fragen der Bürger sind durchaus relevant, schließlich sind es auch Steuergelder betroffener Bürger, die für derartige Infrastrukturmaßnahmen ausgegeben werden.
Umweltsenator Kerstan täte gut daran eine Synopse erstellen zu lassen, in der Nord- und Südvariante gegenübergestellt werden. Nur eine Gegenüberstellung der Planvarianten in allgemein verständlicher Sprache wird interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine unabhängige Meinungsbildung bezüglich der Varianten ermöglichen.“

Lesen sie hier den Antrag der FDP-Fraktion: /wp-content/uploads/2020/06/21-0473-Antrag-Fernwärmetrasse-Flottbek-Othmarschen.pdf

Kontakt:
Katarina Blume
Abgeordnete der Bezirksversammlung Altona
FDP-Fraktion Altona
Fraktionsvorsitzende
Vorsitzende Kreis Altona
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team Katja Suding, MdB
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Mobil: 0172-7188448