Wird das Prinzip „Cradle-to-Cradle“ („C-2-C“) als Methode des Materialkreislaufs bei Baumaßnahmen des Bezirks zu Zwecken der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes genutzt?

Kleine Anfrage von Katarina Blume, FDP-Fraktion Altona

Zu den wesentlichen ökologischen Herausforderungen des Bauens gehören Energie- und Ressourceneffizienz. Steigende Rohstoffkosten und Wettbewerb verursachen ökonomischen Druck auf Unternehmen.

Sand ist nach Wasser die meistverbrauchte Ressource weltweit. Die wachsende Nachfrage übersteigt die Regenerationsfähigkeit bei Weitem und wird verstärkt aus illegalen Raubbaustrukturen bedient, welche ohne Rücksicht auf Natur- oder Gesundheitsschutz agieren. Der Rohstoff entwickelt sich zu einem prekären Gut, dessen Verknappung schon heute massive soziale und ökologische Probleme zur Folge hat.

Sand und Kies sind knappe Ressourcen und wertvolles Handelsgut, ihre industrielle Weiterverarbeitung gehört zu den energieintensivsten Herstellungsprozessen. Darüber hinaus ist die Nutzung von Zement für 8 % und Stahl für 6-8 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Zukunftsweisende Bauweisen, wie etwa innovativer Holzbau weisen einen Weg in Richtung nachhaltigen Bauens.

Klar ist, dass Bauen und Gebäudenutzung mit sehr hohem Energieaufwand verbunden sind. Der Verlust von potenziellem Rezyklat durch nicht ordnungsgemäße Entsorgung und fehlende Trennung der Wertstoffe beim Abriss von Gebäuden stellt ein weiteres Problem dar. Vor dem Hintergrund stark strapazierter Ökosysteme ist dies bedenklich.

Der Hamburger Klimaplan, das Hamburgische Klimaschutzgesetz, das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der Klimaschutzplan des Bezirks werden neue Anforderungen an das Bauen stellen. Ein wichtiges Ziel des C-2-C Prinzips im Bauwesen ist es, Unternehmen die kreislauffähige Gebäude errichten, zu zertifizieren.

Im Frühjahr 2019 wurde der Klima-Fahrplan für Altona (Integriertes Klimaschutzkonzept Altona) von der Bezirksversammlung Altona verabschiedet und soll in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Es gilt die Klimaschutzziele des Hamburger Klimaplans zu erreichen und die Klimaschutzanstrengungen auf nationaler Ebene zu unterstützen. Für die Umsetzung der Ziele beschäftigt der Bezirk Altona seit 2020 eine Klimaschutzmanagerin.

Lesen Sie hier die beantwortete Kleine Anfrage:
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Kontakt:
Katarina Blume
Stellv.Landesvorsitzende
FDP-Fraktionsvorsitzende
Bezirksversammlung Altona
Vorsitzende Kreis Altona
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Mobil: 0172-7188448